Messtechnik:

Ich besitze die Station Davis Vantage pro 2, die seit 25.4.2010 vollständig im Einsatz steht und Ende Februar 2011 nach Kandersteg umgezogen ist.

Wichtiger Hinweis:

Es handelt sich um eine Hobbymässig betriebene Station und Website. Es besteht keine Gewähr für immer korrekte und aktuelle Daten. Technische Störungen können nicht immer sofort und rund um die behoben werden. Die Basisstation kann während 8 Tagen alle Wetterdaten speichern. Sollte der Wetter PC ausfallen bleibt also Zeit um Ersatz zu besorgen. Alles in Allem besteht jedoch eine hohe Zuverlässigkeit.




Folgende Sensoren sind in Betrieb und veröffentlicht:

Basis (Luftdruck): Messung alle 60 Sekunden

Thermo-Hygro Sensor: Für Temperatur und Luftfeuchte, Messintervall 10 Sekunden

Windmesser: (Richtung, Windmittel, Böen) Messintervall 2,5 Sekunden

Solarsensor: Misst die Strahlungsenergie der Sonne, die auf den Boden trifft. Wird auch für Sonnenscheindauer und Evapotranspiration verwendet.

Regenmesser: Messintervall 10 Sekunden, Auflösung 0,2mm. Für Regenrate/Intensität und Summen.



Details und Standortbeschrieb:

 

Seit Juli 2011 steht die Station an einem neuen Platz an einem eigenen Teleskopmasten der etwa 10 Meter über den Boden ragt im Garten des Hauses in Kandersteg wo ich wohne. Die Besonnung ist am Morgen weniger gut als am alten Platz. Mit der Zeit soll der Solarsensor darum höher angebracht werden. Der Regenmesser befindet sich auch am Boden aufgestellt über der Einheit für Temperatur und Feuchtemessung. Der Thermo-Hygro Sensor befindet sich in einem 24h belüfteten, runden Strahlungsschutzgehäuse mit weissen Lamellen und einem Innenrohr (Darin ist der Sensor unter dem Sauglüfter angebracht) in 2m über dem Boden an einem Ausleger. Dieser soll Temperaturabweichungen und gegebenenfalls auch Verfälschungen der Niederschlagmessung durch den Masten verhindern. Die bis nach 9 Uhr fehlende Sonne im Sommerhalbjahr scheint kaum eine Rolle zu spielen. An diesem Platz ist mit einer Abweichung um etwa 0,5 Grad (entspricht ohnehin der Messgenauigkeit des Sensors) zu rechnen. Der Solarsensor befindet sich ebenfalls dort und wird mit einem speziellen Gestell hinten am oberen Regentrichterrand angebracht. Mit Strom versorgt wird die ISS genannte Einrichtung (Regen/Temperatur/Feuchte und Solarsensor) und der Sender (kleines Kästchen am Regenmesser) mit Solarstrom und Stützbatterie. Der Lüfter hat ein extra-Solarpanel (unterhalb vom Sender) und Akkus, die den Lüfter in der Nacht mit reduzierter Kraft am Laufen halten.



Der Windmesser wurde auch auf dem Teleskopmasten befestigt, der mit einem Betonsockel bis weit in den Boden verankert ist. Er reicht etwas höher als unser Haus. Von den Nachbarhäusern ist der Abstand aber ausreichend und in der meist vorherrschenden Windrichtung ist alles frei. Die Windrichtung wird deutlich stabiler gemessen. Das heisst mit weniger bzw. Praktisch gar keinen Abweichungen. Im Gegensatz zu vorher ist der drahtlose Transmitter nicht mehr im Einsatz. Der Windmesser ist nun auch am Hauptsendegerät angeschlossen. Bei zu wenig Sonnenenergie (und in der Nacht) hilft eine Stützbatterie und ein spezieller Kondensator die Datenübertragung am Laufen zu halten.



Im Oktober 2011 wurde die Station noch um Bodensensoren erweitert. Einer misst die Bodentemperatur in 20cm Tiefe. Der andere dient der Oberflächentemperaturmessung und ist in 5cm über dem Boden angebracht. Bei Schnee wird dieser entsprechend der Schneehöhe mit Hilfe einer kleinen Stange und eines Befestigungsteils erhöht. In dem Fall wird der Sensor direkt auf den Schnee gelegt. Auf dem rechten Bild ist der dazugehörige Sender zu sehen. Dieser funktioniert unabhängig von der restlichen Station und hat eine eigene Stromversorgung mit Solar und Batterie.





Der Luftdruck wird an der Basisstation (Konsole) ohne separaten Sensor alle 60 Sekunden mit der QFF Methode gemessen. QFF heisst, dass für die Berechnung des Luftdrucks auf Meereshöhe der Stationsdruck, die Aussentemperatur und die Höhenlage benutzt werden.

Die Basisstation läuft mit dem mitgelieferten Netzteil und ist für den Fall eines Stromunterbruchs auch mit Batterien ausgerüstet.



Übertragungstechnik:

 

Das Netbook dient nach dem Wechsel des Aufzeichnungssystems weiterhin zur Archivierung der Wetterdaten im Programm WsWin sowie zur Erstellung der Statistikseite an den Tagen wo auch der Wetterrückblick aktualisiert wird. Ansonsten ist es jetzt nicht mehr in Betrieb. Seit dem 14. Oktober 2011 übernimmt die laufende Aufzeichnung das System Weatherboxx von Swisswetter.ch. Die Gestaltung der Live Daten hat sich dadurch etwas verändert. Der grosse Vorteil dieses Systems ist der sehr niedrige Energieverbrauch (weniger als 7 Watt) und läuft absolut geräuschlos. Aber auch in Sachen Stabilität hat es sich inzwischen vielerorts bewährt. Z.B. Sollte es jetzt nicht mehr dazu kommen, dass bei meiner Abwesenheit nach einiger Zeit plötzlich keine Wetterdaten mehr erfasst und/oder auf die Website geladen werden. Es handelt sich um ein optimal auf diesen Zweck ausgerichtetes Gerät sowie Software. Zudem startet das System automatisch um 3 Uhr nachts neu und macht danach automatisch weiter mit der Datenerfassung. Es braucht auch keinen Monitor mehr. Das Gerät lässt sich im lokalen Netzwerk von meinem Laptop oder anderen Geräten fernsteuern. Es ginge auch per Internet, das habe ich aber sicherheitshalber nicht eingestellt.

Technische Daten Netbook:

-Acer Netbook

-Betriebssystem: Windows 7 Starter

-1GB RAM

-Intel Atom Prozessor

-200GB Festplatte

Technische Daten Weatherboxx:

Betriebssystem/Software: Linux / Meteohub, optional: Meteoplug, Weather Display Live (Flash)

Arbeitsspeicher: 248MB

Prozessor: 500Mhz

Rund 4GB Flashspeicher

Netzwerk

Weatherboxx, Netbook und Laptop teilen sich das Internet über einen ADSL Router.

Webcam

Ausstehend. Entweder muss sie anderswo montiert werden als die Station oder es muss eine eigene Stromversorgung (Solar) haben.